Locker(ung) bleiben, der 50. Tag nach C.

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Ja ist denn heute schon Weihnachten? Ein Füllhorn von Corona Lockerungen tut sich gerade auf, dabei tagen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel erst morgen.

War es nicht erst vor einer Woche als Frau Merkel noch zum Ausdruck gebracht hat, dass ihr die Lockerungen zu schnell gehen? Mehr noch, dass wir jetzt bitte nicht alles verspielen mögen, was wir in den letzten Wochen gemeinsam errungen haben.

So langsam komme auch ich nicht mehr hinterher, gerade noch meinen Mund- und Nasenschutz altruistisch gerade rückend, bevor ich mir ein Brötchen bei Bäcker kaufen gehe, da lese ich noch, dass wir den Sommerurlaub inklusive griechische Inseln noch nicht abschreiben sollen.

In Niedersachsen soll die Gastronomie bald wieder aufmachen und seit gestern haben wir auch wieder die ersten glücklichen Gesichter im Land, weil die Friseure wieder aufhaben.

Und selbst in Bayern gibt es bald wohl wieder Brotzeit mit einer Maß im Biergarten, na Servus.

Natürlich gibt es auch die Spaßbremsen im Land, die etwas von einer zweiten Welle nuscheln, und der Gefahr die davon ausgehen würde und das alles noch viel schlimmer kommen kann, als es schon gewesen ist.

Und dann lese ich das, was schon 2015/2016 nicht so wirklich stimmig sein wollte, nämlich eine #Obergrenze für Infizierte, damit pro Landkreis nicht wieder alles heruntergefahren werden muss. Doch dieses hässliche Wort konnte sich schon damals nicht halten und wurde ja in einen Zuwanderungskorridor versprachlicht.

Also das ist es, was Deutschland, ja eigentlich Europa im jetzigen Stadium benötigt; einen Zuwanderungskorridor von Corona Infizierten. Das schafft nämlich Platz und unendlich viel Spielraum für die Betrachtung. Haben wir z.B. in den deutschen Touristikhochburgen plötzlich eine Zunahme an Infizierten muss man auch genau hinschauen, wer wirklich dort auch wohnt, oder seine infizierten Punktezahl sich in seinem eigenen Landkreis zurechnen lassen muss. Wenn uns der Föderalismus dieser Tage mit seinem ausgeklügelten und akzeptierten Flickenteppich eins zeigt, dann das jedwede Verordnung auch überall irgendwie dargestellt und verargumentiert werden kann.

Ich habe da auch überhaupt nichts gegen, aber dann zieht auch bitte diese mahnenden und drohenden Zeigefinder allerorts wieder ein und lasst die Menschen sich ihrer Lebenslust auch wieder hingeben. Meine größte Petition heute geht allerdings an das ZDF. Bitte befreit die armen Mainzelmännchen aus eurem Propagandawürgegriff. Wenn in Sachsen Anhalt schon wieder 5 Personen zueinander finden dürfen, dann sind die Mahnungen von Anton, Berti, Edi und Co. im Sinne von „Abstand halten“ und „zu Hause bleiben“ nicht mehr zeitgemäß; nein falsch, sie waren nie wirklich angebracht, jedenfalls nicht über dieses Medium.

Bin gespannt ob uns der Handschuhfetisch noch einholt oder wir vor diesem verschont bleiben. Schon heute frage ich mich, wenn ich durch die Stadt gehe und die rauchenden Passanten auf ihren herunterhängenden Mundschutzen herumkauen sehe, welche Vorzüge das Ganze da wohl so mit sich bringen mag.

Zu guter Letzt möchte ich mich noch Andreas Rebers anschließen, der dafür plädiert, dass Anne Will mal eine Talkrunde mit  Gleichgesinnten zum Thema „raue Hände“ durch das ständige Desinfizieren macht, und was man dagegen tun kann.

In diesem Sinne, „bleiben Sie gesund.“

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