21 Tage nach C.; die kollektive Revolution der Menschheit und die Zeit für VUCA VUCA in unserer Gesellschaft zur Steigerung der Resilienz

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Liebe Leserinnen und Leser,

was für eine Überschrift, mag sich der ein oder andere denken, und dennoch fast sie alles zusammen, was derzeit passiert und worauf es in Zukunft m.E. auch ankommt. Die Stammleser werden gemerkt haben, dass ich seit dem 10. Tag eine Pause eingelegt habe, die ich zu entschuldigen bitte. Es gab so viele Berichterstattungen und so viel redundantes und teilweise auch dummes Zeug zum Thema Corona, dass ich dachte nicht nur zu Hause zu bleiben, sei eine gute Idee, sondern auch einfach mal die „Feder in der Hand“ ruhig zu halten, und abzuwarten, was so passiert.

Nun, jetzt sind 3 Wochen seit Corona vergangen (Stichtag Schulschließungen flächendeckend in Deutschland) und Vieles ist geschehen und die größten Engpässe die uns begegnen, außer zum Teil immer noch fehlendes Klopapier, dafür aber durch Substitute erzeugte verstopfte Rohre in den Klärwerken, sind weitere Centartikel wie medizinische Atemschutzmasken. Ferner fehlt es uns an Erntehelfern, an Dienstleistern zur Altenbetreuung, sowie gesundem Pflegepersonal, da sich auch hier durch Infektionen die Reihen lichten.

Kein Mangel herrscht an schlauen Weisheiten zum Thema „Exit“ sowie der Feststellung, dass nicht nur unsere Wirtschaft sondern die Wirtschaft weltweit an der Coronarkrise Schaden nimmt. Auch nach den Schuldigen, bzw. den Versäumnissen der Vergangenheit wird fleißig gesucht, wobei uns das in der jetzigen Situation nicht weiterbringt.

Wir erleben derzeit eine #kollektive Revolution inmitten der #digitalen Revolution. Kollektiv deshalb, weil die #Coronakrise die ganze Welt gleichermaßen betrifft, und derzeit auch überall die gleichen Gesundheitsartikel sowie die gleichen Ressourcen für Medizin und Pflege benötigt werden. Natürlich gab es in der Geschichte der Menschheit schon Pandemien, die alle betrafen, aber noch nie zuvor, waren Milliarden Menschen weltweit gleichzeitig mit dem gleichen Problem gesundheitlich, wirtschaftlich sowie sozial konfrontiert, noch dazu mit der medialen Transparenz, wie es derzeit der Fall ist.

Es ist daher aus meiner Sicht legitim von einer #kollektiven Revolution zu sprechen, denn zum einen ist es neu, für das Wohl Einzelner, das Wohl Aller zu reduzieren, und sich somit konträr zur Meinung von Mr. Spock, aber dafür umso mehr der Meinung von Käpt’n Kirk anzuschließen.

Man könnte auch sagen, in dieser Zeit sind die Kapitäne und nicht die ersten Offiziere gefragt, da nur sie die Verantwortung für die ganze Crew und somit für ihre jeweilige Nation tragen.

Zum anderen ermutigt uns diese Krise geradezu dahin, über unsere Gesellschaft und unser Tun und Sinn in ihr zu hinterfragen, und neue Lösungen für die Zukunft zu finden.

Wir haben keine Krise weil wir eine Pandemie haben. Wir haben eine Krise, weil wir auf diese Pandemie seitens Gesundheitswesen, Ressourcen und Wahrnehmung in der Gesellschaft nicht vorbereitet gewesen sind. Eine gerade in Deutschland, aber auch in anderen westlichen Nationen durch und durch „verwöhnte“ Gesellschaft, die bis auf wenige Ältere fast nichts anderes mehr kennt, als Wohlstand, Frieden sowie individuelle Erlebnis- und Entfaltungsökonomie trifft auf eine reale Situation, in der fast alle Freiheiten und Möglichkeiten ausgehebelt werden, ja sogar bestimmte Verhaltensweisen unter Strafe gestellt werden.

Wir lernen ferner gerade, dass es viele Tätigkeiten gibt, die wenn es eng wird, „keiner wirklich braucht“, bedeutet auch bequem vom Home Office aus erfüllt werden können, und es sogenannte systemrelevante Berufe und Tätigkeiten gibt, die nun händeringend gefragt sind, seien es die Pfleger in den Krankenhäusern, die Erntehelfer auf dem Feld, oder die VerkäuferInnen in den Supermärkten, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus gibt es eine unendliche Fülle von Tätigkeiten, die normalerweise dringend benötigt werden, jetzt aber in Kurzarbeit geschickt werden, weil ihre Anwesenheit oder die Ausführung der Tätigkeiten gesundheitlich nicht tragbar wären.

Es stellt sich die Frage, wie wir uns als Menschheit, als Gesellschaft oder Nation hierzu zukünftig aufstellen wollen? Die Kurzschlussreaktion zu Beginn der Krise hat gezeigt, dass wir Menschen unsere Mechanismen unter Stress nicht wirklich verändert haben.  Die Sicherstellung der Existenz des eigenen Rudels eines Homo Sapiens vor 70.000 Jahren unterscheidet sich nicht wirklich von einem Europa, welches in einer Krisenzeit die Zugbrücken hochzieht und die Schlagbäume fallen lässt, ungeahnt dessen, was es für viele der Bürger, die sich wahrlich als Europäer verstehen, bedeutet.  

An etwas zu wachsen, bedeutet auch immer sich zu organisieren, und ggf. in Krisenzeiten auch umzuorganisieren.  So wie Unternehmen sich mit der VUCA VUCA Welt auseinandersetzen, und ihre Resilienz in einer disruptiven Umwelt zu stärken versuchen, so müssen auch wir als Gesellschaft lernen, mit weiteren Krisen oder vielmehr Gegebenheiten dieser Art umzugehen.

Was tun wir, wenn die nächste Pandemie naht?

Was tun wir bei Naturkatastrophen, etwa einem Sturm, der unsere Infrastruktur flächendeckend zerstört?

Was tun wir bei einem weltweiten IT-Virus oder bei einer neuen Finanzkrise?

Wir leben also schon in einer VUCA Welt, also einer Welt voller

Volatility = Unbeständigkeit

Uncertainty = Unsicherheit

Complexity = Komplexität

Ambiguity = Mehrdeutigkeit

Und hierzu bedarf es auch gesellschaftlich einer Strategie um diesen Gegebenheiten energisch und aktiv entgegenzutreten. Hierzu bedarf es einer

Vision = Einem Masterplan

Understanding = Verstehen aller Beteiligten, was gerade passiert und was man dagegen tun kann

Claritiy = Klarheit über die Handlungsparameter und deren möglichen Auswirkungen sowie

Agility = Agilität einer ganzen Gesellschaft, entweder mit den Gegebenheiten klar zu kommen, oder sich bewusst einzubringen.

Gerade diese Agilität sollte von Staatswegen her entsprechend gefördert werden. Jedes Gesellschaftsmitglied sollte etwas erlernen, was der Allgemeinheit in einer Krise von Hilfe ist, und was es aktiv tun und beisteuern kann, wenn der eigentlichen beruflichen Tätigkeit gerade nicht nachgegangen werden kann.

So hätten wir in einer Krise genug Pfleger, Erste Hilfe Helfer, NäherInnen, Erntehelfer, Sackschlepper, Leichenbestatter und was es aller Dinge bedarf. Jeder, wirklich jeder in der Gesellschaft würde eine Funktion übernehmen und sich einbringen, und nie wieder würde sich die Frage stellen, wann es wieder Mehl oder Toilettenpapier zu kaufen gibt.

Eine Gesellschaft die in Krisenzeiten den Hebel organisiert umzuschalten weiß ist das, was wir als Ergebnis von Corona hervorbringen sollten, und wenn uns das nicht weltweit gelingt, dann sollten wir bei uns anfangen und versuchen ganz Europa damit zu infizieren, denn hier sollte die „Durchseuchung“ nach Möglichkeit wahrlich 100% betragen.

Was es zu tun gilt, davon werden meine nächsten Artikel berichten.

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