Die Ruhe vor dem Sturm, der 6. Tag nach C.

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Wenn Gottesdienste digital und ohne die hl. Kommunion abgehalten werden, dann ist etwas passiert in unserer 2000 jährigen Geschichte nach Christus. Dabei sind die Entwicklungen im „Fall Corona“ so schnell und weitreichend, dass es mir auch in meinem Block, der pro Tag auch nur eine 3-5 minütige Lesezeit beanspruchen soll, nicht einfach ist Schritt zu halten.

Unsere Bevölkerung hat gestern am Samstag dem 6. Tag nach C. gezeigt, dass sie verstanden hat. Von Norden bis Süden, von Osten bis Westen waren die meisten Innenstädte verweist und die Leute sind zu Hause geblieben. Das Warten und das Vertrauen weniger Landesväter die nicht im politischen Fahrwasser von Krisen- und Führungspolitiker mitgeschwommen sind, ist durch unser aller dazutun belohnt worden. Nun hoffen auch wir insbesondere in NRW heute, hierfür ebenfalls unsere Belohnung zu erfahren, so dass uns Ausgangssperren, denn nichts anderes sind Ausgangsbeschränkungen, im Rahmen der heutigen Gespräche mit der Kanzlerin erspart bleiben mögen.

Zwei zarte Pflanzen könnten hierbei hilfreich sein. Zum einen das bereits angesprochene Verhalten der Bevölkerung und zum zweiten ist nach dem RKI die Neuinfizierung am Wochenende zurückgegangen, wobei wir natürlich alle wissen, dass diesen Daten nur begrenzt, nicht zuletzt aufgrund fehlender Messwerte, Vertrauen geschenkt werden darf.

Aber noch etwas müssen wir uns alle vor Augen halten. Dieses #Social Distancing fängt gerade erst an. Die gestern verkündeten Erleichterungen für Mieten und Immobilienkredite für die Corona Krisenmonate von März – September, lassen bereits erahnen, dass die auferlegten Restriktionen sozialer Begegnungen sowie der individuellen Bewegungsfreiheit gerade erst beginnen. Obwohl es das erste Wochenende ist, gibt es bereits eine Fülle von Artikeln und Meinungen in Bezug auf die Zunahme häuslicher Gewalt, oder das depressive Menschen nur schwerlich mit der Isolation klar kommen werden. Das alles wird uns wahrscheinlich ereilen, von all den wirtschaftlichen Folgen einmal abgesehen.

Was werden wir erst zu berichten haben, wenn wir zwei Wochen nicht mehr zum Friseur oder in den Baumarkt gehen durften? Wir in Deutschland haben es nämlich besonders schwer. Eine nie dagewesene und vorstellbare Krise trifft auf ein größtenteils dekadentes und zum Teil auch recht dummes Volk und soll nun gemeistert werden. Die Ruhe vor dem Sturm ist daher nicht nur die Ausbreitung der Corona Infizierten oder die nahende wirtschaftliche Rezession und wahrscheinlich auch Depression. Nein, es ist auch die letzte Ruhe vor tiefgreifenden gesellschaftlichen und politischen erodierenden Veränderungen.

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